wenn es in römischem gemäuer mittelalterlich ertönt ...
... sind in extremo wieder in trier eingekehrt.
es kommt eher selten vor, dass hauptact und support, zwar noch nicht in der gleichen liga spielen, aber beide auf eine menge fans schauen können. so geschahs am gestrigen abend mit in extremo & korpiklaani. die besucher konnten sich also vorab freuen einen kompletten abed voller guter musik erleben zu dürfen. der einlass war gegen 19h und rund 30 minuten später ertönten die ersten musikalischen laute von der bühne zum zuschauerohr im amphitheater. als der finnische klan des waldes um 19.34 mit vodka startete, wurde meine lästerzunge ein wenig abgelenkt und konnte sich auf was anderes konzentrieren. wenn nur dicht der herr mit der sexy leggins gekommen wäre. // verdräng es dämon, sonst kannst du wieder nicht schlafen. das führt zu albträumen. also verdräng das bild wieder // jedenfalls ist korpiklaani eigentlich noch eine recht junge band, die auf sechs jahre bandgeschichte zurückblicken kann. dennoch kams schon zu mehreren wechseln auf der besetzungscouch. zur zeit bestehen die folk-metaller aus jonne järvelä, jaakko lemmetty, juho kauppinen, jarkko aaltonen, kalle savijärvi und matti johansson. sie singen & schreiben gerne vom feiern, aber bringen auch mythologisches & ihren hang zur natur in ihre texte mit ein. das letzte album erschien 2009 und es gibt bereits 5 vorgänger. die musik ist eine laute harte, aber auch grandiose mischung aus bekloppten spaß & sinnvollen texten. nach 45 minuten vollgas, mit ua. beer beer und wooden pints, trabten die finnen wieder ab & überließen den 7 mannen die bühne inklusive der gut angewärmten fans. um 20.44 geleitete requiem die musikanten auf die bühne, diesmal kein "trabendes" animiertes pferd im hintergrund wie auf der sængerkrieg-tour teil 1. es gab ein wenig spiel in der setlist, aber auch nicht zu viel. schön war sicherlich, dass der merseburger zauberspruch gespielt wurde. der bühnenaufbau war der des letzten jahres, dafür legte die pyro ein wenig zu. da stinkt jedes feuerwerk gegen ab! abgesehen davon, werden feuerwerke niemals musikalisch so charmant untermalt. songs wie frei zu sein, vollmond & hiemali tempore sind stimmungsgaranten für die ersten minuten. nach einem missglückten auftakt könnte ein konzert nicht mehr den stempel "grandios" bekommen. sowas kann den mannen um sänger michael rhein aber nicht passieren. es war ein gutes konzert. auch wenn es nicht das beste war, das ich sehen durfte. aber manche bands haben es auch schwer sich selbst zu überbieten in ihren live-preformances. "ein in extremo wird niemals knien" twitterte ich & so wars, sængerkrieg vom gleichnamigen album ertönte. ein mitmachsong, sogar für das angeheiterte publikum. ein "hohoho" bekommt doch jeder hin. es folgte einer der songs, mit den eingängigsten melodien überhaupt und immer wieder gern gehört, solange er in gälisch gesungen ist, liam. ai vis lo lop und en esta noche bereiteten dann erstmal probleme für die klatsch-krüppel. ich raffs nicht, ich habs nie gerafft und ich werde es nicht raffen. kleinkinder bekommen es hin, aber muddi und pappi klatschen falsch. dabei wird es doch vorgemacht. vooooorgemacht! zugucken, mitmachen, dann alleine nachmachen. aber über diese sache kann ich mich prizipiell bei jedem konzert unabhängig von der band auslassen. bei ai vis lo lop merkte ich übrigens auf peinliche weise, dass ich im "renter-breich" stand. das mitsing-engagement war dort sehr gering, wenn es fremdsprachlich oder auch nur irgendwie komplizierter wurde. das führte zu einem dämon, der ziemlich alleine, dafür aber umso lauter brüllte "ai vis lo lop, lo rainard, lèbre, ai vist lo lop, rainard dancar, totei tres fasiàn lo torn de l`aubre, ai vist lo lop, lo rainard, la lèbre." erst da merkte ich, dass ich damit alleine war und um einiges leiser ertönte dann mein "totei tres fasiàn lo torn de l`aubre, fasiàn lo torn dau boisson folhat."nymphenzeit machte leider einen abflug aus der setlist, aber der bereits erwähnte merseburger zauberspruch konnte sich in all seiner wirkung entfalten. ein wirklich schöner song, selten gespielt und lebt und wirkt wohl vor allem durch diese seltenheit. womit ich mich bereits seit dem winter weniger anfreunden kann sind die led-leuchtwände. sie sind mir zu modern. zu dominierend, wenn sie leuchten und nicht ganz meine welt. das gleiche gilt für manche licht-spielerei mit kreiseln und spiralen. aber es ist wie es bleibt geschmackssache. halt nur nicht meines ;) dies fand sich in ausgeprägterer form bei spielmann und ave maria. wobei aber der spielmann allein highlight genug war um die led's für auge auszublenden. mit einigen anzüglichen kommentaren leitete der säger die flaschenpost ein. auch ein song auf dem letzten album, der zu den guten zählt. auch wenn vielleicht weniger eingängig, dafür mit einem etwas anderen ohrwurmcharakter. mein rasend herz bereitet der klatsch-krüppeln wieder eine herausforderung, denn man muss sich entscheiden wie man am besten klatscht. es gibt nämlcih zwei "varianten", die gerne munter miteinander kombiniert werden. es folgten omnia sol temperat und aufs leben. letzterer eigentlich kein übler song, allerdings schaff ich es nicht auszublenden, dass u.a. bei diesem song, die sängerin der black sheep mit gesungen hat. black sheep? kennt ihr nicht? müsst ihr auch nicht. deswegen fällt mir das noch schwer den song wieder richtig zu mögen. nach dem vorläufigen "abschiedsgetue", wurde wieder nach einem flughafen gerufen.
als zugaben ertönten küss mich, der, den ganzen abend geforderte spielmannsfluch und natürlich villeman og magnhild. auf den spielmannsfluch kann nicht verzichtet werden. ich mag den song, dennoch denk ich mir, dass man aufpassen muss, dass er nicht ausgelutscht wird. es regnete blut und der vollste ton wurde angestimmt. hihi. kleine randnotiz. ein sehr lieber freund versteht an dieser stelle gerne "fotzenton", seitdem hör ich das nur noch. ich weiss noch wie ich neben ihm im auto saß und er meinte: "sag mal was singt der da?" - ich: "vollsten ton. was hast du denn verstanden?" - er: "naja (er wurde leiser, räusperte sich) fotzenton." der letzte song ist fast müßig zu kommentieren. villeman og magnhild ist auf norwegisch (ich liiiebe norwegisch) und immer ein knaller. der song ist grandios. klingt banal - ist aber so. er gehört zum repertoire & erhebt anspruch gespielt zu werden wie nur wenig andere. eine unglaubliche kraft, die hinter den zeilen und tönen stecken & ein mitmach-song. da bin ich auch nicht die einzige in meiner rentner-ecke gewesen die mitsingen konnte.
villemann gjekk seg te storan å,
hei fagraste lindelauvi alle ... og ha det ;)